Zwei Seiten der Bilanz
Wird ein Kredit ausgezahlt und dem Konto gutgeschrieben, entstehen bei der Bank eine Kreditforderung und eine Einlagenverbindlichkeit. Beim Kunden stehen Guthaben und Rückzahlungsverpflichtung gegenüber. Neues Buchgeld ist deshalb nicht gleichbedeutend mit neuem Nettovermögen.
Warum Grenzen bleiben
Zahlungen an andere Banken benötigen Liquidität für die Abwicklung. Hinzu kommen Eigenkapitalanforderungen, Kreditrisiken, Refinanzierungskosten und Nachfrage. Eine Bank kann deshalb nicht beliebig Kredite vergeben, nur weil sie Buchgeld schaffen kann.
Was bei der Tilgung passiert
Die Rückzahlung des Kreditbetrags kann das zuvor geschaffene Buchgeld wieder reduzieren. Zinszahlungen sind davon getrennt zu betrachten. Für das Verständnis hilft es, Kreditbetrag, Zahlungsmittel und Vermögen nicht als dasselbe zu behandeln.
Tilgung ist kein neuer Sparvorgang
Wird eine Kreditforderung mit einem Bankguthaben zurückgezahlt, sinken Kreditforderung und Einlagenverbindlichkeit im Bankensystem. Die ursprüngliche Kreditvergabe und die Tilgung sind damit gegenläufige Vorgänge. Zinsen sind dagegen Erträge der Bank und dürfen nicht pauschal als Tilgung behandelt werden.
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Redaktion: Oliver Jordanov · Quellenprüfung: 13. Oktober 2026 · Mit KI-Unterstützung erstellt und überarbeitet. Quellen sind Ausgangspunkte der Erklärung, keine Empfehlung dieses Angebots.